Wie schon erwähnt, ist jetzt die Grippe ausgebrochen. Wenn man krank ist, muß man auch geheilt werden, und darüber gibt es lustige Sachen zu berichten. Da man sich die Nase dauernd mit Papiertaschentüchern wundreibt, kann man sie sich mit der wunderbaren Kindercreme behandeln.

Diese Creme ist so richtig ursprünglich und geradezu sympathisch verpackt. Kein totalretouchiertes Wunschkindgesicht mit geschwungenen rosa Buchstaben, kein Gewinnspiel auf der Verpackung um 2000 Wattetupfer mit Kamillegeschmack zu gewinnen und nirgends kann man einen Rezeptvorschlag für irgendwelche Babyschlempe auf Basis von
Nach mindestens 15 Jahren habe ich ein weiteres Heilmittel wiederentdeckt! Hier kennt man es unter dem Namen Звёздочка (Sternchen) und es hatte schon damals irgendwie seinen Weg auf das Wochenendgrundstück meiner Oma gefunden. Hergestellt wird es übrigens in der befreundeten Volksrepublik Vietnam. Man schmiert es sich irgendwo in die Nähe der Nase und atmet fortan wie durch zwei Packungen Hustenbonbons. Voller Durchzug bis ins Gehirn. Demnächst werde ich mal fragen, wie man EU-Generalimporteur dafür wird, damit ihr auch endlich alle frei atmen könnt :D

Lustig sind auch die Nasentropfen, welche ich aber zum Ärger der Familie nur einmal genommen habe: Von einer in der Küche stehenden Pflanze (Aloe irgendwas…) nimmt man ein Blatt und presst es auf ca. einem Eßlöffel Honig aus. Dazu gibt man einen weiteren Eßlöffel heißes Wasser und rührt das Ganze gut durch. Mit der wiederverwendbaren Glaspipette befüllt man sich nun die Nasenlöcher und hofft auf Überleben. Es brennt wie Hölle und soll angeblich irgendetwas bewirken – bei mir bewirkt es nichts. Yana ist in dieser Beziehung die starke, russische Frau (Sometimes you have to be strong [...]) und trinkt den Rest einfach aus – ist ja auch gut für den Hals. Jetzt weiß ich, dass ich ein Weichei bin. Ich gehe jetzt mit meinen Sternchen ins Bett. Gute Nacht.





