Heute is endlich Wochenende. Ich habe jetzt 4x pro Woche jeweils 3,5 Stunden am Stück Sprachunterricht. EINZELunterricht. Paradiesische Verhältnisse für einen absoluten Anfänger also. Irgendwie liegt das wohl daran, daß die Leute eigentlich schon im August oder so anfangen zu studieren, und dann zu dieser Zeit schon alle in den nächsthöheren Kurs entlassen wurden. Nun ist also meine Gruppe so klein, daß ich mit der Lehrerin alleine dasitze.
Am Donnerstag hat mich der Dekan einer anderen Fakultät (IU – Informationstralala und Automatisierung) mit in sein Labor genommen. Er ist offenbar ein Freund von Herrn Belkin und deshalb ging das irgendwie. Na jedenfalls meinte Herr Belkin etwas von Mikrokontrollern und Programmieren etc… Das Labor besteht aus 2 Computern, wovon einer kaputt ist. Programmiert werden da ‘Mikro’kontroller von der Größe eines Ziegelsteins (SPS etc.) Komischerweise kommen diese Ziegelsteine von AEG, Siemens und Schneider Elektrik – also industrielle Automatisierungstechnik. Das hab ich noch nie gemacht, deshalb werde ich das mal ausprobieren – ist jedenfalls alles sehr ungezwungen und nett.
Vor der Uni gibt es einen Stand, an dem man MS Office, Windows und jegliche andere Software zu guten Preisen vom freundlichen Raubkopierer erstehen kann – Rohling inkusive.
Außerdem habe ich heute gelernt, daß die Männertschapkas (wenn man wirklich cool ist) einen Schwanz haben, und die Frauenvariante nicht. Sieht dann aus wie ein Trapper im Wilden Osten, aber war angeblich vor 2 Jahren einmal tierisch angesagt. Man hat mir auch sogleich eine fuchsrote Tschapka mit halbem Fuchs hintendran angeboten, welche mir jedoch leider nicht gepaßt hat. Mist. Na wir haben schon einen Markt ausfindig gemacht, wo ich dann eingekleidet (werden) werde. Schlaghosen sieht man hier auch allenfalls bei Frauen – da sehen sie auch deutlich besser aus.
Hmm ja, Frauen… Stiefel bis zum Horizont, Makeup wie im Theater (kann aber nicht sagen, daß es schlecht aussehen würde), teilweise ausgesprochene Schönheiten – ansonsten wie bei uns.
