Ja, es hat geklappt mit der Abholung am Flughafen. Wir sind herrschaftlich bis zum Studentenwohnheim gefahren worden, wo wir uns dann melden sollten. Im bezeichneten Büro angekommen, wollte niemand etwas von uns wissen. Irgendwie störten wir doch arg beim Sockenstricken. Nicht einmal das hilflose Erwähnen des Namens der Chefin konnte auch nur irgendeine Regung auf das Gesicht der freundlichen Sekretärin bringen. Glücklicherweise wurde ihr Zetern im Nebenraum erhört und wir wurden prompt von einer richtig freundlichen Dame abgeholt. Diese wußte offensichtlich auch sofort wer wir waren und hatte schon zwei gelbe Studentenwohnheimzutrittsausweise für Andreas und Evren bereitgelegt.

Danach sollten wir uns dann in der 14. Etage melden, wo wir die Schlüssel bekämen. Leider hatten wir nicht mir der Pförtnerin gerechnet, welche mich nicht durchlassen wollte. Mir fehlte ja der gelPe Zettel! Nein, auch nicht für 10 min. Als ich ihre Hand hinten auf den grün überstrichenen Klingelknopf drücken sah, befürchtete ich schon Schlimmes. Doch weit gefehlt, denn es kam ihre Chefin, welche mich fragte warum ich denn da hinein wolle. Ich hätte die beiden vom Flughafen abgeholt… daraufhin begleitete sie uns persönlich auf der weiteres Odyssee und stellte somit sicher, dass ich nicht alleine und unbeaufsichtigt böse Sachen im Wohnheim anstelle. Eigentlich können wir im Nachhinein froh sein, dass wir die Chefin persönlich dabei hatten.
In der 14. Etage angekommen, gab es auch sofort Schlüssel, und die beiden wurden jeweils zwischen zwei Wohnungen vietnamesischer Gaststudenten einquartiert, welche hier offensichtlich schon länger wohnten. Es roch nach Chinapfanne und wir fühlten uns sofort heimisch. (Ja ja, vietnamesische Studenten und Chinapfanne…)

Leider fehlte in einem der Zimmer so ein herrliches Bett, weshalb Evren etwas geknickt war. Das war aber gar kein Problem, denn im Keller gabs noch welche! Dort gab es auch Bettwäsche und eine Matratze für das neue Bett. Also alles aufgeladen und wieder ab in den 14. Stock. Eigentlich muß Evren gar nicht böse sein, denn seine Matratze sieht nicht so aus wie Andreas’.

Mittlerweile ist schon alles sauber gemacht. In der nächsten Russischstunde haben wir dann aus aktuellem Anlaß gleich noch drei neue Adjektive und zwei Verben gelernt, sowie 2 verschiedene Fälle angewandt. Dreckig, sauber, schrecklich, im Zimmer sauber gemacht, das Zimmer gesäubert. Jedenfalls tut es den verwöhnten Bengels sicher mal ganz gut *ggg*
Yanas Vater sagte, zu seiner Zeit wäre das alles viel besser gewesen. Jetzt ist eben einfach kein Geld mehr da und man versucht einfach alles am Laufen zu halten. Irgendjemand hat die Auflage erteilt Rauchmelder zu installiern, also wurden in alle Zimmer nagelneue Rauchmelder genagelt. Da die einzelnen Etagen aber wegen Diebstählen immer durch Gitter im Treppenhaus voneinander getrennt sind, möchte ich aber trotzdem nicht wissen, was im Brandfall passieren würde…

Huhu Gelp,
na da habter ja ne schicke Bude aufgetrieben, die Tapete is ja der Brüller :) Viel Spaß in der neuen Behausung :)
Hast du von dem Schneeschieberdingsbums ein Bild gemacht zufällig?
mfg
Christoph
Da glaubt man, man hätte schon alles gesehen … Mein Beileid bzw. höchsten Respekt an die beiden, die dort wohnen “dürfen”. Schon bei dem Gedanken daran schüttelts mich.
Zugegeben, es ist gewöhnungsbedürftig. Aber mit 3 Lagen Prawda und einer Pferdedecke ist die Matratze entschäft und die Tapeten sind eben Ambiente. Zumindest scheint es da Wasser und Heizung zu geben, es haben schon Leute schlechter gewohnt. Also, was soll das Geheule.