Sun 19 Mar 2006
Eigentlich mag ich Angela ja nicht, aber den Einbürgerungstest finde ich gar nicht so schlecht. Nachdem ich ihn gelesen habe, kann ich nicht erkennen, warum die SPD ihn als “Stimmenfang im rechten Flügel” bezeichnet. Warum sollte man denn nicht wissen, was die Abkürzung “DDR” heißt oder was denn 1848 in der Paulskirche geschehen ist? Oder?
Man stellt einen Antrag auf Einbürgerung, was so viel heißt wie “Hallo ich will ab heute Deutscher sein!”, also warum sollte man nicht auch wissen woher der Zirkus kommt, in dem man demnächst mitspielen will? Einige Fragen kann man sicherlich noch einmal überarbeiten, aber im Großen und Ganzen ist die Idee gar nicht übel. Auf die Frage “Warum wollen sie eingebürgert werden?” (oder so ähnlich), wüßte ich auch nichts Schlaues zu antworten… “Gibt weniger Stress auf dem Amt!”, “Euer Land ist so toll, da wollte ich schon immer mitmachen!” oder “Ich will damit den Politikern in meinem Heimatland zeigen, wie sehr ich sie verachte.”? Keine Ahnung welche Antwort hier für Punkte sorgen würde. Man muß immerhin gleich drei Gründe auf einmal nennen.
Wie gesagt, sicherlich überarbeitungswürdig, aber nicht unbedingt schlecht. Jetzt frage ich mich, ob wir nicht unser Einwanderungsproblem gelöst hätten, wenn wir diesen Test auch für Deutsche einführen würden? Nicht bestanden? Auswandererlaubnis erteilt! Schätzungsweise hätten wir nach kurzer Zeit nur noch 40 statt 80 Millionen Einwohner.
March 21st, 2006 at 3:23:38 pm
das ist marktwirschaft… die holländer verkaufen lehrgänge für diese tests, die kosten dann 500euro. reiner nettogewinn.
unsere bürger sollten die tests erstmal machen… solange meine arbeitskollegen (1x gebürtiger westberliner und ein eingebohrener [ober]franke) noch nichtmal wissen das rostock nicht die landeshauptstadt von meckpom ist, chemnitz nicht in thüringen liegt und neubrandenburg nicht in brandenburg (neuköln liegt ja auch nicht neben köln?), sollten die solche tests mal schön lassen und sich vorerst auf die bildung der eigenen bevölkerung konzentrieren.
March 23rd, 2006 at 5:47:06 pm
also ich find diese test nicht verkehrt. hauptsache sie müssen diese auch in unserer landessprache ausfüllen, dann ist wenigstens vorrausgesetzt, dass die leute hier her nur mit sprachkenntnissen kommen.
wir hatten nämlich erst vor einer halben stunde das thema, dass hier in deutschland ein russe, der weder deutsch sprechen noch lesen konnte vom arbeitsamt o…verkehrt, agentur für arbeit, einen 2er führerschein finanziert bekommen hat. der hat wohl in der theorie gesessen und da er es ja nicht lesen konnte, ist er natürlich auch durchgefallen….
sollen wir wirklich noch länger sowas finanzieren??? ehrlich, da ist es mir scheiß egal ob mein deutscher banknachbar weiß wo chemnitz liegt.
denn das is dann einfach nur desinteresse der dummen deutschen, aber einem russen geld in den arsch blasen für nüscht…das muss nu wirklich nicht sein…
also her mit den tests…den in america kommt man auch nciht einfach so rein…oder auch anderen ländern…
March 23rd, 2006 at 7:14:37 pm
naaajaaaa… also ob und wie man in andere staaten reinkommt halte ich für weniger wichtig – wenigstens die USA sind in sachen politik schon mal kein vorbild für mich! allerdings, und das hat schäuble auf dem treffen der EU-innenminister heute richtig erkannt, ist integration der erste schritt zur sicherheit. insofern sollten wir uns ernsthaft überlegen, ob und wie man diese ein wenig forcieren kann, ohne gleich allen ein deutsches abitur überhelfen zu müssen. die idee mit dem “integrationsvertrag” finde ich irgendwie auch nicht schlecht… die diskussion über mögliche lösungen ist ja schon mal ein anfang, vielleicht bekommen wir letztendlich eine annehmbare lösung heraus. in sachen integration sind die USA übrigens die hinterletzten… ach, noch viel weiter dahinter… dementsprechend: schlechtes beispiel :)