Eigentlich mag ich Angela ja nicht, aber den Einbürgerungstest finde ich gar nicht so schlecht. Nachdem ich ihn gelesen habe, kann ich nicht erkennen, warum die SPD ihn als “Stimmenfang im rechten Flügel” bezeichnet. Warum sollte man denn nicht wissen, was die Abkürzung “DDR” heißt oder was denn 1848 in der Paulskirche geschehen ist? Oder?

Man stellt einen Antrag auf Einbürgerung, was so viel heißt wie “Hallo ich will ab heute Deutscher sein!”, also warum sollte man nicht auch wissen woher der Zirkus kommt, in dem man demnächst mitspielen will? Einige Fragen kann man sicherlich noch einmal überarbeiten, aber im Großen und Ganzen ist die Idee gar nicht übel. Auf die Frage “Warum wollen sie eingebürgert werden?” (oder so ähnlich), wüßte ich auch nichts Schlaues zu antworten… “Gibt weniger Stress auf dem Amt!”, “Euer Land ist so toll, da wollte ich schon immer mitmachen!” oder “Ich will damit den Politikern in meinem Heimatland zeigen, wie sehr ich sie verachte.”? Keine Ahnung welche Antwort hier für Punkte sorgen würde. Man muß immerhin gleich drei Gründe auf einmal nennen.

Wie gesagt, sicherlich überarbeitungswürdig, aber nicht unbedingt schlecht. Jetzt frage ich mich, ob wir nicht unser Einwanderungsproblem gelöst hätten, wenn wir diesen Test auch für Deutsche einführen würden? Nicht bestanden? Auswandererlaubnis erteilt! Schätzungsweise hätten wir nach kurzer Zeit nur noch 40 statt 80 Millionen Einwohner.