bla bla von ТИАГРА

Auf nach Korsika! Yana ist am Flughafen eingetroffen und wir sind auf dem Weg ins gelobte Land. Der olle Turbodiesel muckt seit einer Woche rum, springt kaum noch alleine an und verbraucht eine Menge Öl. Förderbeginn steht goldrichtig, vorglühen tut er auch – nix zu machen. Mittlerweile scheinen es fast 5l Öl auf 1000km zu sein, also habe ich noch ein paar Kanister gekauft – ist ja billiger als Diesel. Wenn er fährt dann fährt er, sogar ziemlich gut. Für den Notfall gibt es ja den ADAC, also warum sollte man zu Hause bleiben – haben schließlich lange genug unfallfrei Beitrag bezahlt.

Die 1400km nach Livorno sind für einen einzelnen Fahrer schon recht happig, also machen wir ab und zu mal Pause. Mit von der Partie ist mein alter Bus, welcher nun in den Händen eines Schwaben ist und mittlerweile innen einen halben Westfalia-Wohnmobilausbau erhalten hat. Mein neuer Bus gefällt mir technisch zwar besser, aber irgendwie vermisse ich das Radio – ohne Musik im Auto wird jeder Kilometer doppelt so lang. Yana sagt, wir könnten uns ja unterhalten – ich weiß gar nicht wie sie auf diese Idee kommt…

Am Fährhafen kann man wider Erwarten einfach so und kostenlos übernachten, sodaß wir morgens um 8 pünktlich an der Fähre sind. Man soll eine Stunde vorher da sein, also stehen wir schon in der Schlange als sich noch nichts bewegt. Der Bus springt mittlerweile nicht mehr von alleine an, weshalb er zum Ärger der Mitwartenden laufen gelassen wird. Dicker, bläulicher Ölrauch schlängelt sich durch die Reihen der Autos und verbreitet unweigerlich Urlaubsstimmung. Neben mir steht ein Mitvierziger in einem 3.0l TDi SUV und schüttelt langsam den Kopf um mir sein Mißfallen anzudeuten – da hilft kein Pollenfilter und keine Klimatronic, der Urlaub beginnt blau.

livorno

Was man wissen sollte: Als Bus wird man als letztes einsortiert und kann sich die Sache mit der Stunde völlig sparen. Soetwas weiß man aber immer erst hinterher. Italienisch pünktlich legen wir mir fast einstündiger Verspätung in Richtung Bastia ab. Wie durch ein Wunder ergattern wir an Deck 4 Liegestühle und schlafen so sonnige 4 Stunden bis nach Korsika.

Direkt vor uns in der Fähre steht noch ein Bus, welcher sich bereiterklärt hat, uns aus der Fähre zu ziehen. René (besagter Schwabe) testet – durch geistige Umnachtung beflügelt – gleich mal einen mit 2.60m beschrifteten korsischen Autobahntunnel und paßt sogar durch! Wir folgen den Angaben des GPS und schlagen uns durch Bastia, um in Richtung Aleria auf der Küstenstraße entlang unseren ersten Campingplatz in den Bergen zu suchen.

bastia

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