bla bla von ТИАГРА

Posts in category Berlin

Kurzbesuch in Rumänien – Volvo Scheibenbremsumbau

Wir waren kurz in Rumänien, u.a. um einen Volvo 6×6 auf Scheibenbremse umzubauen und ein paar Tage Urlaub zu machen. Hier der technische Teil ;)

Thoughts…

tiger2.0 – the 6×6 version of Tigerbus? Hmm…


Finland

Following an invitation by the finish bus drivers we took a small detour from St. Petersburg to Helsinki and experienced 100% Finland in just 5 days :) Now off to Estonia, where again some bus drivers should be waiting at the ferry port, then Riga and Warszaw… then finally Berlin!

Doppelt hält besser… Nun auch alles bei youtube

Wir haben unsere Videos nun auch bei youtube hochgeladen, abonniert unseren Kanal, um über die nächsten Videos benachrichtigt zu werden:
Der Tigerbus-Kanal

Here are the links to the individual clips:
Trailer – The plan
Part 1 – Preparations and leaving Berlin
Part 2 – Orient Express or from Berlin to Istanbul in 4 days
Part 3 – Getriebeschaden-City or how to repair a Tigerbus”
Part 4 – The son of god or how to cross Iran in a tigerstriped van

Oder als komplette Playlist:
Alle Tigerbus Videos bei youtube

….und wie immer: Wir freuen uns über Rückmeldungen und Kommentare von euch!

Pakistan

tiger2asia video – Teil 1 veröffentlicht!

Wir präsentieren: Stefan Henning von east system music hat Video Teil 1 zum tiger2asia-Projekt fertiggestellt! Danke…

Viel Spaß!

Erster Halt: Getriebeschaden-City

So, der Orientexpress ist zu einem abrupten Halt gelangt, nachdem uns erst der bulgarische Diesel eingefroren ist – wir haben hier flockige -20°C – und dann binnen weniger Sekunden das gerade mal 5000km alte 4. Gangradpaar kompletten Zahnausfall hatte.

Ein paar Telefonate haben einen Sturm der Hilfsbreitschaft in der Türkei ausgelöst, viel Tee ist geflossen, viele, viele Euros an Vodafone gegangen und die Hände und die Füße sind jetzt definitiv wieder locker. Ergebnis des ersten Tages in Kurzform: Gestrandet knapp 200km östlich von Ankara, noch vor dem Schlafengehen erste Hilfszusagen… noch vor dem Wachwerden ersten Tee, halbe Stunde später auf einem LKW, 5min danach in einer blitzsauberen Renaultwerkstatt auf dem Chefsofa – mit Tee. Dann Frühstück in der Kantine. Dann Bus auf Bühne und 3-5 Mechaniker gleichzeitig um den Bus herumdirigiert – Getriebe raus.

Dann zusammen mit einem New Holland Servicetechniker das Getriebe teilzerlegt, gescheitert am Gehäuse für den 4. Gang. Getriebe eingeladen und in nächste Werkstatt gebracht. Dort den halben Tag damit verbracht zu erklären, dass man nicht das Differential und den Triebling herausnehmen muss. Erst gegen Abend setzt sich diese Variante bei allen Beteiligten langsam durch – morgen bauen wir hoffentlich das passende Werkzeug.

Geschlafen wird beim Papa des Chefs, dort natürlich auch erst einmal gegessen. Dann wieder Tee, Tee, Tee. Englisch spricht die kleine Tochter, wenn auch nicht viel. Wir kucken zusammen Fernsehen, werden von Nachbarn und Familie besucht, lehren uns gegenseitig neue Wörter oder wie man Sonnenblumenkerne in Rekordzeit wegraspelt, haben Internet und Dusche. Jetzt sitzen wir jeder in einem hergerichteten Sofabett und zwischen uns hat der Familienvater zwei Packungen Taschentücher und eine Schachtel Feuchttücher demonstrativ auf den Tisch gestellt. Wie zuvorkommend, oder? :D

An dieser Stelle muss auf jeden Fall vielen Menschen gedankt werden, leider ist das hier auf die Schnelle meist sehr schwierig alle Namen zu behalten…
Deshalb hier der erste Rutsch: Altug (sozusagen die Spitze der Pyramide) und Berkant in Istanbul, TM-Trans in Deutschland, Alper und Eren in Ankara, Ardem, Cem, Cems Vater, Mutter und Schwester, sowie die Besatzung des Renault-Autohauses… allesamt aus Kırşehir und allen, die uns über facebook oder auf anderen Wegen ihre Hilfe angeboten haben! – DANKE.

Bilder sagen mehr als Worte…

Orientexpress

Visa warten nicht, Omas auch nicht. Also, auf nach Saarbrücken, Schokolade einladen und essen. Gefühlte 200kg schwerer verlassen wir das dortige Sofa mit allen nur erdenklichen Wünschen und fahren endlich los. Na zumindest loser, denn jetzt geht es endlich in die passende Richtung: Nach Südosten.

Auf der Autobahn hat die Kiste gesoffen wie ein Loch, noch dazu geräuchert wie ein Kohlekraftwerk und wir überlegen krampfhaft, was wir denn falsch gemacht haben könnten. SMS gehen zum Motorbauer, der Kopf arbeitet, nix. Alles richtig, da kann gar nix kaputt sein. Oder doch? Sensor hier, Sensor da, könnte, hätte, vielleicht. Wir halten bei unserem Oberunterstützer in Zweibrücken an, laden noch mehr Ersatzteile ein, ergattern einen weiteren Laptop für Pakistan und legen seinen Privatbus lahm – seinen guten Luftfilter bekommen wir mit auf die Reise. Mehr Luft gleich weniger Ruß, so die Devise. Also auf nach Österreich.

Wir verbrauchen schon weniger, nicht ganz zufriedenstellend, aber es geht in die richtige Richtung. Nachts um 2 schlagen wir irgendwo bei Linz auf und treffen den großen Pakistankenner Mukti. Er hatte uns einst in der Küche einen Privatvortrag über Pakistan gehalten und die letzten Ängste beseitigt. Er hat außerdem zusammen mit anderen einen Verein zum Bau einer Schule in einem flutgeschädigten Dorf in Pakistan gegründet und schon viel Zeit in diesem Land verbracht. Zu eben jener Schule bringen wir Material und mit dem Neffen des Schulleiters werden wir außerdem Pakistan erkunden und Kleiderspenden verteilen. Jetzt also letzte Tips zur aktuellen Situation im Karakorum-Gebirge und dem Weg dorthin, wir bekommen eine Pizza und eine CD mit indischer Entspannungsmusik von ihm geschenkt- das ist Mukti. Danke für alles, und schon sind wir auf dem Weg. So richtig weg sind wir doch nicht, denn wir schlafen gleich an Ort und Stelle – mit einer kurzen Unterbrechung, denn Mukti hat seine Mütze vergessen :)



Über Wien geht es nach Budapest, dann ganz in den Süden über Szeged und in einem wilden Ritt durch Rumänien. Der Hintern von Ungarn sieht schon ziemlich rumänisch aus, Rumänien selbst überrascht (im Gegensatz zum letzten Eindruck von vor 5 Jahren) mit aufgeräumten Straßen, blitzsauberen Dörfern und einer Menge hübsch restaurierter Kirchen. Natürlich sollte man nicht zu weit abseits der Hauptstraße fahren… Die Wege zwischen den fast nicht vorhandenen Autobahnstückchen sind nicht weit, aber unendlich lang und anstrengend. Wir verbingen 16h im Schneckentempo, aber das macht sich bezahlt: Der Bus verbraucht jetzt weniger als er leer vor der Reise je verbraucht hat, jetzt sind endgültig alle Sorgen verschwunden. Offenbar hängt der Verbrauch bei einem 3-Tonnen-Gefährt proportional an der Geschwindigkeit. Gut zu wissen, dass zwischen 15km/h 3-4l liegen. Wir schlafen wohlgeordnet durch das Personal auf einem LKW-Parkplatz und wachen bei bester Sonne auf. Natürlich ist es schweinekalt, aber das Anzeigemodul der Solaranlage vermeldet den bisherigen Rekord. Wir werfen uns eilig auf die Sitzheizungen – deren Einbau wir absolut nicht bereuen… – und brennen Richtung Bukarest.

Wir wollen eigentlich direkt bis Istanbul kommen, aber mehr als 1000km sind unter diesen Umständen selbst für zwei Fahrer zu viel. Sarah ist vom Zusehen so überanstrengt, dass sie heute keinen Meter fahren kann :) Wir fahren auf dem letzten Tropfen nach Bulgarien und saugen den billigen Sprit in uns hinein. Wie wir da so saugen, fotografieren Jugendliche den Tigerbus, Sarah muss natürlich auch mit drauf. Kaffee einladen und auf nach Burgas, den DJ treffen.

Der DJ hat sich irgendwann vor Monaten im Blog gemeldet, als er Wind von unserem Vorhaben bekommen hatte. Unbedingt besuchen, Bier und überhaupt. Gut, genau das haben wir gesucht. So kommen wir – wiederum morgens um 2 – an einer Tankstelle in Burgas mit einem total durchgeknallten Typen zusammen, DJ Ivan Todorov. Quietschvergnügt macht er eine Expressführung ans Schwarze Meer, schiebt und Pizza in den Bus und entlässt uns wieder in die dunkle Nacht. Ein großer Tigerbus-Fan winkt und filmt dabei unsere Abreise. Danke Ivan, ein sehr nettes Treffen!



Keine 50km weiter sind unsere großen Pläne dahin, auch ich kann nicht mehr fahren. Aus, Ende, müde. Irgendwo im Hinterland Bulgariens, in Riechweite zum Meer, rollen wir auf ein Mittelding aus Baustelle, Wiese und Bauschuttentsorgungsplatz. Egal. Als die Sonne schon einige Stunden Rekorde auf das Display zaubert, wachen wir beim Geräusch eines Dieselmotors auf. Kurz hinter die Gardine geschaut: Polizei. Na wunderbar, kann’s denn Besseres geben?



Unsere Standardantwort auf die Frage nach dem Wohin lautet bisher “China”, das funktioniert prächtig. Hier sei aber gar kein Grenzübergang, sondern der sei da und da und der Iran und Pakistan… uuhh… good luck. Weg waren sie. Im Radio plärrt die gleiche Soße wie zu Hause, als wir Altug in Istanbul unsere baldige Ankunft vermelden. Was haben wir uns da getäuscht…

Kaum nähern wir uns der Grenze zur Türkei, fällt auch schon der erste Schnee. Auf der Autobahn nach Istanbul ist alles weiß, die Flocken fallen immer dichter – trotzdem fahren alle mit unverminderter Geschwindigkeit weiter, also kein Problem. Wir melden 143km nach Istanbul, Altug schreibt: Das werden die längsten 143km Eures Lebens! Haha, wir fahren doch? 20km vor der Stadt die erste Mautstation. Wir haben vorsorglich eine Karte gekauft, also kein Problem. Die Autos schiessen aus allen Ecken, die dreispurige Autobahn wird plötzlich 100m breit, Spuren sind Schnee von gestern. In Schrittgeschwindigkeit schiebt und drängelt alles auf die Mautbrücke zu. Auch die nächsten 10km geht es in Schrittgeschwindigkeit weiter, nur die Spuren haben wieder an Bedeutung gewonnen. Das Navigationsgerät will an irgendeinem Bulvar raus, doch den verpassen wir natürlich. Hektisch beginnen auch wir das Schieben und Drängeln, schlagen uns gefühlte 8 Spuren quer über die Autobahn, weil “es dahhinten so aussieht, als gäbe es da eine Abfahrt”. Und tatsächlich, hier ist ein Loch, hier kann man fliehen. Über Berg und Tal geht es durch einbahnverstrasste Wohngebiete, auf in den nächsten Stau. Schickimickimeile, alles steht, der Bus wippt zu Folklore-Pop aus dem Radio von einem der ca. 150 Radiosender. Alle 200kHz ein Sender, sowas hat die Welt noch nicht gehört. Irgendwann schiebt von hinten lautstark ein Krankenwagen, alles soll weg, er muss hier durch. Es bleibt keine Wahl, Allrad rein, links Bein in die Blumenrabatte und los. Wir schlüpfen in eine Seitenstraße und telefonieren noch einmal mit Altug. Koordinatenabgleich. Irgendwann finden wir den Weg durch eine Baustelle und sitzen alsbald auf Altugs Sofa. Seine Frau macht Nudeln und wir sind bereit für morgen: Auf ins wilde Kurdistan! Danke Euch, aber kauft euch bitte, bitte Winterreifen! :)


Need something?

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