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Einträge in der Kategorie Berlin

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Tag 1

Jul22
2007
3 Kommentare Geschrieben von tiagra

Heute habe ich endlich mal Zeit für den Umbau gehabt. Geschafft habe ich fast nichts, aber ich weiß jetzt, dass der Ansaugkrümmer SOOOOO groß ist. Da wird wohl einiges vom seitlichen Träger weichen müssen… und ich dachte ich käme drum herum :’( Falls jemand einen passenden Krümmer kennt, der auch das AGR-Geraffel halten kann und weniger ausladend ist – bitte melden, dann schneide ich keine Löcher in den Bus. Der Krümmer vom turbogeladenen 1.9er ist zwar kleiner, allerdings wird der am Sauger keine ordentliche Füllung des Zylinders erreichen, weil ihm einfach der spezielle Winkel fehlt…

Na jedenfalls steht das Ding schon einmal auf den Motorträgern vom 1.6er TD (JX) und läßt in völlig ungewohnter Schräglage gemütlich sein Öl raus:

oel1

Hier sieht man auch den wunderbar großen Ansaugkrümmer, welcher im Caddy natürlich nicht so gestört hat, denn da hängt der eben nicht ganz so schräg :)

oel2

Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch den unteren Teil der Servokonsole entfernt und mal den Wasserflansch von der JX-Wasserpumpe mit angebaut. Sieht alles ganz gut aus… jedenfalls solange keine Servopumpe dranhängt.

lala

Mit Servokonsole wird es für den Schlauch sehr eng (Pfeil), jedoch werden es ein paar beherzte Behandlungen mit der Feile wohl tun – hat genug Material die Konsole. Wir dürfen gespannt sein….

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Faulheit

Jul08
2007
Kommentieren Geschrieben von tiagra

… führt selten zu Gutem, aber wenn man seine große Tasche nicht schleppen will und stattdessen lieber die kleine nimmt… welche zufällig die Fototasche ist, dann kommt da u.U. soetwas bei heraus:

dynamik

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Vorschlag an den Weltradsportverband

Jun30
2007
Kommentieren Geschrieben von tiagra

Jetzt, wo mal wieder einer ausgepackt hat, weil man es ihm sowieso demnächst bewiesen hätte, kann ich nicht länger an mich halten! Jörg Jaksche sagt: “Das Doping-System ist gerecht, weil alle dopen.” Großartig! Da ich sowieso der Meinung bin, dass jeder Doping-Kontrolleur nur dem technischen/medizinischen Fortschritt hinterherlaufen kann, möchte ich in Anlehnung an Herrn Jaksches Erkenntnis folgenden Vorschlag machen:

Alle dürfen dopen, keiner wird kontrolliert. Nur ein Bedingung gilt: Wenn ein Team-Mitglied draufgeht, werden alle anderen Mitglieder lebenslang gesperrt. Klingt doch fair, oder? Tote Radfahrer sind leicht zu identifizieren und der Rest wird unter gleich gedopten (noch) Fahrenden ausgetragen! Spart einen Haufen Geld und macht sicher gleich viel Spaß. Der einzige Unterschied: Es gibt eine Regel, die man kontrollieren kann – im Gegensatz zu jetzt.

Ach so, was machen wir mit den Anhängern dopingfreien Radsportes? Ich weiß ja auch nicht, aber solchen realitätsfremden Träumern kann man wirklich nur den Umstieg auf Tischfußball nahelegen und intensive psychologische Betreuung zur Verarbeitung des Erlebten organisieren…

Geposted in Deutschland
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*heiz*

Apr29
2007
Kommentieren Geschrieben von tiagra

Temperatursturz von 10°C innerhalb einer Nacht, was soll das? Gut, dass noch etwas Holz im Flur lag, welches jetzt im Ofen wenigtens psychologische Wärme erzeugt :) Die nächste Wohnung wird garantiert nur Südseiten haben!

heizen

Geposted in Deutschland
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April, April

Apr28
2007
2 Kommentare Geschrieben von tiagra

… muß sich Wladimir Putin gedacht haben, als er der Nato ihren Abrüstungsplan für konventionelle Waffen vor die Füße warf. Man hatte wohl schon gedacht, dass es eigentlich nichts gibt, was das amerikanische Raketenabwehrsystem in Osteuropa stören könnte, und dann kommt das. Frech wie selten spricht tagsdarauf die amerikanische Außenministerin zum Thema Rußland und man könnte glauben, dass sich die USA längst jenseits der heutigen Nato bewegen. Ach, eigentlich tun sie es ja auch, man träumt sozusagen schon ein wenig voraus. Gleichzeitig ist man auch geographisch offenbar so weit vom Rest des Bündnisses entfernt, dass man über all die Jahre nicht ansatzweise ein Gefühl für eine umgänglichere Verhaltensweise entwickelt hat.

Nach 1990 war Rußland viel zu viel mit sich selbst beschäftigt, als dass man sich um Außenpolitik und Rüstung hätte kümmern können, doch angesichts Abermilliarden von Ölmoneten, erlaubt man sich schon seit einiger Zeit wieder etwas gewichtigere Worte zu außenpolitischen Themen. Nach der recht klaren und durchaus verständlichen Zusammenfassung der russischen Gefühlswelt auf der Münchner Sicherheitskonferenz, hätte man vielleicht mit etwas mehr als Verwunderung reagieren müssen, zumindest auf seiten der USA. Dort belächelte man Putin nur und trieb mit aller Kraft des Raketenabwehrsystem weiter in den Osten Europas. Hier erkaufen sich angesichts wirtschaftlicher Schieflage kleine Republiken an Rußlands Westgrenzen für ein paar Dollars die Gunst der Amerikaner und freuen sich dabei, so einfach ihren Beitrag im Bündnis leisten zu können.

Polen ist ja schon lange voll dabei und man wundert sich, wie lange diese internationale Profilierungssucht vor dem alten Mann aus Übersee noch gut gehen soll. Selbst der Deutsche Außenminister ist geneigt, dem Bündnispartner fast uneingeschränkt unter die Arme zu greifen, sodaß einem Angst und Bange werden kann. Merkt denn niemand wie die Nato zum Hilfsinstrument rein amerikanischer Interessen wird? Ist es nicht offensichtlich, wie Europa sich sein Leben auf dem eigenen Territorium und mit den eigenen Nachbar immer schwerer macht, nur weil blindes Gehorsam in diesem völlig überalterten Zweckbündnis noch immer oberste Priorität hat? Ich verstehe es nicht und es widert mich an.

An dieser Stelle erklärt sich dann vielleicht auch, warum Wladimir Putin mit seinem Schritt gar nicht so unrecht hatte – Wahlkampf hin oder her. Leider ist das Ergebnis mal wieder nicht das gewünschte: Die Außenminister der EU zeigen sich allesamt besorgt und versuchen die Friedenstaube zu pflegen, und aus Amerika kommen ungläubige und fast höhnische Kommentare von niedrigster Qualität. Antiamerikanismus ist zwar gerade im Nahen Osten in Mode, aber wenn das so weiter geht, sehe ich den Trend auch großflächig nach Europa schwappen. Und ja, Europa geht bis hinter Polen – es geht bis um Ural!

Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Jahre entwickeln und hoffe insgeheim, dass Putin in Rußland für nach 2008 die Weichen Richtung mehr Demokratie stellt und gleichzeitig die Frechheit aus Übersee den Löffel abgibt, denn langsam reicht es.

Während sich heute in Estland zwei Bevölkerungsgruppen um die Vergangenheit schlagen und im Irak – wie jeden Tag – mind. 100 Menschen durch Bomben zerfetzt wurden, gab es in Deutschland bei wachsender Konjunktur einen wunderschönen Sommertag – im April.

trees

Geposted in Deutschland, Rußland
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Kleiner Mann ganz groß

Feb15
2007
3 Kommentare Geschrieben von tiagra

Überall ist derzeit zu lesen, was der Präsident Rußlands neulich in München gesagt hat. Manche reden von einem neuen kalten Krieg, andere klatschen Beifall. Gerade in Westeuropa wird so mancher insgeheim gelächelt und Putin für seine Worte gedankt haben, weil er sie selber nie auf so brilliante Weise an die Öffentlichkeit hätte bringen könnten. Aber waren sie wirklich so viel wert? Putin erklärt recht glaubhaft und fast beängstigend den Unterschied zwischen persönlichen Beziehungen und staatlichen Umgangs, was die Sache mit dem kalten Krieg relativiert. Wahrscheinlich hat Bush das Manuskript zur gleichen Zeit mit einer handgeschriebenen Grußbotschaft im Schlafzimmerfaxgerät gehabt.

Recht hat Waldimir Putin aber schon, denn das angebliche Saubermannimage der USA geht nicht nur ihm mächtig auf den Senkel. Weltpolizeiliches Gehabe sowieso. Ob sich daran jetzt etwas ändern wird? Fraglich. Ändern wird sich nach den sensationell schlechten Umfragewerten des amerikanischen Präsidenten sowieso etwas, aber es wird wenig mit Putins Rede zu tun haben. Man ist sich in den USA sehr wohl darüber bewußt, wie grandios man gerade scheitert – nur wird die offizielle Presse noch lange zwischen den Ereignissen umherinterpolieren, sodass die eigentlichen Geschehnisse einfach im Dunkeln bleiben. Man will sich ja nicht mit aller Gewalt die Blöße geben. Insgeheim wird Bush schon seinen Abgang vorbereiten – der soll nur noch etwas Glanz bekommen, damit er sich danach bei Putin auf der Couch beim Kaffeetrinken für ehemalige Staatsmänner besser fühlt.

Gleiches macht doch auch der Herr Putin, denn auch seine Stunden sind gezählt. Sicherlich glaubt niemand, dass er seinen Nachfolger nicht sorgfältig auswählen wird und das Volk rein zufällig diesen auch wählen wird, aber etwas Glanz zum Schluß kommt immer gut. Gerade in Rußland kam diese Rede sicher auch gut an, was wiederum der Wahl seines Günstlings zu gegebener Zeit zugute kommen könnte.

Alles in allem wirkt Putin ungleich agliler und schlauer als viele andere Staatschefs in ihren Reden, wirklich beeindruckend. Man könnte ihn fast für einen netten Typen von nebenan halten, welcher einfach nur 100%ig auf dem Boden der Tatsachen steht. In Wahrheit haben sie ihm diese Fähigkeiten in langwieriger Ausbildung eingeprügelt und er ist heute in einer Position, wo er sie vorzüglich nutzen kann. Überraschend ist sein Allgemeinwissen über politische wie gesellschaftliche Situationen außerhalb der GUS, das kommt wohl von seinen traditionell engen Geheimdienstverbindungen. Auch seine Anspielungen auf Informationen zu amerikanischer Entwicklung von Offensivwaffen lassen vermuten, dass sich an den Machenschaften der Geheimdienste seit 1990 rein gar nichts geändert hat. Der Fall Litvinenko/Sacramella unterstrich das ja nur. Spätestens seit dem Politkovskayadebakel glaube ich allerdings schon, dass es in Rußland Kräfte jenseits von Putins Kontrolle gibt, die sich vielleicht aus besseren Tagen sogar noch kennen. Putin ist ja nicht dumm – ganz im Gegenteil. Ich unterstelle einfach: So flach hätte er es bei seiner (Aus)bildung nicht angestellt – die arme Frau wäre sicherlich weit natürlicher verstorben. Ich schätze in 50 oder 100 Jahren wird dann wieder jemand ein paar declassified documents aus den Archiven kramen, und erst dann werden wir erfahren wie der Hase lief. Oder auch nicht.

Geposted in Deutschland, Rußland
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Suppe… mal wieder!

Feb12
2007
Kommentieren Geschrieben von tiagra

Eigentlich koche ich ja immer einen alten Wäschetopf voll Hühnersuppe, damit ich dann drei Tage nur noch warmmachen und löffeln muß, aber heute wird alles anders. Eben stand ich an der Fleischtheke und habe mir 1kg Rindermarkknochen nebst 500g Suppenfleisch gekauft. Um mich noch einmal zu vergewissern, dass Hühnersuppe nichts anderes als Rindersuppe mit Huhn ist, habe ich gleich im Kaisers noch meine Oma angerufen. Sieheda, ich hatte recht! Allerdings habe ich nicht bedacht, dass ausgekochte Knochen dazu neigen, eklige Knochenkrümel zu erzeugen, welche man laut meiner Oma mittels Sieb entfernt. Sieb? Habe ich nicht. Zufällig stand ich gerade in der Siebabteilung, wo es ein passendes für 5.49 EUR gegeben hätte. Da dies den Wert der Suppe verdoppelt hätte, beschloß ich, stattdessen ein frisches Handtuch zu mißbrauchen.

Zum Schluß gab Sie mir noch den Tipp, kaltes Wasser zu verwenden um die Brühe anzusetzen. Jetzt wird sie aber wirklich langsam alt dachte ich, doch die Erklärung war gar nicht so schlecht: Mit heißem Wasser würden sofort alle Poren zugehen und man kriegt dann schwer den typischen Fernsehkochgeschmack aus dem Ding herausgekocht. Deshalb schon mit kalt anfangen, dann geht alles seinen Gang. Wie gut, dass ich meine Oma angerufen hab. Mittlerweile lächeln mich die anderen schon freundlich an, während sie ihren Einkaufswagen um Haaresbreite an einem wackeligen Stapel Kohlenanzünder vorbeibuchsieren.

Heute also mal ganz anders: Knochen zusammen mit Suppengrün auskochen, wieder alles rausfischen, Brühe neu ansetzen – diesmal das gekochte Supengrün kleingehackt – ein, zwei Hände voll Nudeln rein, warten. Vielleicht laß’ ich die Nudeln auch weg, die verwandeln meine schöne Suppe nämlich spätestens am dritten Tag in Tapetenkleister.

Drum merke: Rindersuppe ist nicht Hühnersuppe mit Rind, denn man braucht ein Sieb.

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Juuuuuuchuuuuuuuuuuuuuu!

Feb12
2007
8 Kommentare Geschrieben von tiagra

Nachdem ich nach einer heftigen Programmiernacht erst um 5 ins Bett gekommen bin, habe ich ab 7 Uhr trotzdem alle 30 Minuten wach gelegen und den Rechner aufgeklappt. Warum? Na weil in der Deutschen Botschaft von Moskau keine Mobiltelefone erlaubt sind! Yana hat es also gleich zu Hause gelassen und wollte mir dann von der Arbeit eine Mail schreiben. Beim 5. Mal war dann auch endlich die erlösende Nachricht da: Kein Stempel, sondern ein Visum!! Damit werden sich in naher Zukunft einige grundlegende Sachen in den Leben zweier Menschen ändern – wir dürfen gespannt sein… Eigentlich müßte ich ja etwas in Richtung “Ich bin super glücklich!” schreiben – ja, mit Leerzeichen ist das heutzutage voll im Trend – aber das liegt mir nicht. Die Überschrift muß reichen :) Glückwünsche oder Beileidsbekundungen bitte in die comments…

Geposted in Deutschland, Moskau
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