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tiger2asia Kick-off-Video-Trailer!

In den letzten Tagen ist Dank Stefan Henning von east system music der Auftakt-Trailer zum tiger2asia-Projekt entstanden.

Kurze, spritzige Vorstellung des Projektes, den Zeitdruck und den immensen Vorbereitungsaufwand widerspiegelnd :) Viel Spaß!

tiger2asia 2011/12 – Tigerbus on tour – Trailer from Tiger Bus on Vimeo.

Es geht los (endlich)

Es ist 6:30 Uhr, als Piotr in mein Zimmer rennt, um mich aus dem Bett zu werfen. Pawel, Dominik, Eugenius und Anja sind nur noch 1km entfernt und werden gleich hier aufschlagen. Alle rennen aus dem Haus und 2 Minuten später trifft erstmals die gesamte Expeditionsbesatzung aufeinander. Pawels Bus hat immer noch keine Temperaturprobleme und Dominik schläft, weil er die ganze Nacht als DJ gearbeitet/getrunken hat. Anja wird als einzige Frau für den Frieden auf der Reise sorgen – hoffentlich :)

Bei Tageslicht sehe ich endlich mehr von den Entenküken, welche sich dekorativ im Tau benetzten Gras am Ufer des kleinen Sees niedergelassen haben. Wir kippen hastig Tee herunter, als schon die ersten Tränen fließen. Die Busse sind schwer bepackt und werden für die Eröffnungsszene unseres Films aus der Garage gefahren, was jedoch gründlich schief geht: Die Kamera steht zu dicht dran. Wir machen noch ein Abschiedsfoto und rollen endlich vom Hof. Plötzlich ist sämtliche Hektik verschwunden und wir rollen gemütlich auf der Landstraße gen Süden.

abschied

Die Aufzeichung des GPS-Tracks scheint zu funktionieren, und ich schaue verträumt auf das entstehende Höhenprofil. Ab jetzt muß ich alle 50km einen Wegpunkt in das kleine Heftchen schreiben, damit ich abends genug Material für Stefan habe. Pro SMS bekomme ich ca. 8 Koordinatenpaare zu ihm und ich kann/will nicht mehr als 2 SMS pro Tag dafür opfern.

tracking

Eben kommt noch eine SMS von Stefan: Die Karte funktioniert und der Track ist sichtbar! Ich bin begeistert, Stefan, Danke! :) Auch in Polen warten jetzt einige Daheimgebliebene allabendlich auf neue Positionsdaten, und so freuen sich alle über diese Nachricht. Piotr hat den Link zur Karte noch auf seine Webseite (www.syncro.pl) geschrieben, was ich in der Hektik nicht mehr geschafft habe…

Jetzt haben wir die ersten 220km auf der Uhr und halten noch einmal für einen letzten Einkauf. Wir essen unsere rote Tütesuppe und kucken blöd aus den Bussen – es regnet. Pawel gibt mir – zusätzlich zum CB-Funk – noch eine 2m-Handquetsche, damit wir wenigstens etwas Amateurfunk betreiben können. Tun wir einfach mal so, als wäre die ganze Welt ein CEPT-2-Land.

Polen lassen wir schnell hinter uns und stürzen uns in den Schilderdschungel der Slowakei. Hier hat sich seit mindestens 18 Jahren nichts verändert: Traue keiner Beschilderung (sofern überhaupt vorhanden)! Wir fahren x Mal im Kreis und müssen unterwegs etliche maximal 15-jährige, spärlich bekleidete Schönheiten nach dem Weg zur ungarischen Grenze fragen. 1km vor selbiger wissen wir immer noch nicht wo wir sind und das TomTom ist spätestens seit dem verlassen der befreundeten Volksrepublik Polen auch nur noch zur Kleinkindbelustigung geeignet. Wir treffen einen netten Ungarn und 10min später rollen wir über die Grenze.

street

Man merkt sofort einen großen Unterschied. Während man in der Slowakei im ärmsten Teil des Landes nur verfallene Häuser und lichte Gestalten in schrottreifen Autos sah (der Eindruck mag durch das letzte Zigeunerdorf direkt vor der Grenze geprägt/verfälscht worden sein…), ist Ungarn das blühende Leben. Wunderschöne Kleinstädte, ganze Alleen mit alter, aber nicht verkommener Architektur, Autos aus diesem Jahrtausend und nicht mehr so spärlich bekleidete Frauen – was natürlich allen sofort auffällt. Irgendeinen Nachteil muß Ungarn ja haben. Anja erklärt sofort, sie hätte bisher keine außergewöhnlichen Exemplare gesehen – allerhöchstens Durchschnitt. Pawel ist damit nicht ganz einverstanden, kann aber bei näherer Befragung durch Anja keine überzeugenden Argumente hervorbringen. Er wird still und weiß, dass er Recht hat.

Gegen 21 Uhr ist es schon ziemlich dunkel, als wir auf der Suche nach einem Schlafplatz links von der Straße abbiegen. Wir treffen auf ein paar andere Leute, die hier an einem kleinen See sitzen und angeln. Es gibt romantisch viele Mücken, aber dieser Platz soll es sein.

Nach dem Essen kontrolliere ich die GPS-Logs: Mit .zip bringen wir es auf ca. 2.3MB/Tag für ein komplettes NMEA-Log im Sekundentakt. Bin schon gespannt, wie unsere Slowakeiexpedition später auf der Karte aussehen wird.

Schlafen tun wir zu dritt auf 1.60m hinten im Bus. Zuerst ist es viel zu warm, und so schlafe ich erst nach 2h ein…

Need something?

VIDEO