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Navigation unterwegs

Navigation und Karten unterwegs sind ein großes Thema, welchem man unendlich viel Zeit widmen kann.

Einerseits könnte man mit einem Laptop navigieren, andererseits mit herkömmlichen Papierkarten. Ersteres ist sicher möglich, denn jede Papierkarte kann auch für den PC aufbereitet werden, sodass man theoretisch völlig papierlos reisen kann. Leider nimmt diese Form der Navigation schon in der Vorbereitung biblische Ausmaße an, denn gutes Kartenmaterial muss erst einmal besorgt werden. Für viel Geld kann man einiges kaufen und sich viel Arbeit sparen, für wenig Geld braucht man Zeit – wie immer eigentlich. Das Flagschiff der PC-Navigatoren ist heutzutage sicherlich TTQV, welches je nach Lizenz sogar Kuchen backen kann.

Hat man sich mit der Software einmal abgefunden, muss natürlich noch der Rechner im Cockpit untergebracht werden. Hier ist derzeit für uns der springende Punkt: Theoretisch bräuchte man einen ordentlichen TabletPC, eingebaut an passender Stelle, dazu eine fest verbaute GPS-Antenne im Fahrzeug mit Bluetooth-Interface um wenigstens etwas Verkabelung zu sparen. Bisher konnten wir uns zu einer solchen Konfiguration nicht durchringen – vielleicht, weil wir es noch nie brauchten?

Ein wichtiger Punkt beim Reisen ist auch das Kennenlernen des jeweiligen Landes, sodass lokale Straßenkarten am liebsten direkt im jeweiligen Land gekauft werden. Nur selten gibt es zur Vorbereitung bereits in Deutschland erhältliche Karten, beispielsweise den Eicher Road Atlas India.

Andererseits sind speziell für abgelegene Gebiete auch lokal keine Karten kaufbar, sodass man um eine Vorbereitung zu Hause nicht drum herum kommt. Die halbe Gobi kann man natürlich nicht ausdrucken, sodass trotzdem ein Laptop ins Gepäck muss – schon alleine zum Schreiben von Reiseberichten oder zur Bearbeitung von Fotos und Videos. Trotzdem möchte man in der täglichen Navigation den Laptop natürlich ungern herausholen, denn der aus vielen Kabeln und Steckern zusammengesteckte Schlamassel macht einfach keinen Spaß.

90% der Alltagssituationen können wir derzeit mit Papierkarten abdecken, weitere 9% werden auf ein GPS-Handgerät ausgelagert. Diese sind heutzutage auch grafikfähig und können sogar mit Rasterkarten unterschiedlichster Herkunft gefüttert werden. Entschieden haben wir uns deshalb für ein Handgerät der Firma Garmin, genauer die neue Version des legendären GPSmap60, das Garmin GPSmap 62s. “s” steht in diesem Fall für “sensors”, will heißen, es gibt einen barometrischen Höhenmessen und einen elektronischen 3-Achsen-Kompaß, sodass man hier selbst ohne GPS-Signal verlässliche Werte erwarten kann.

Die Software zum Füttern mit Kartenmaterial reist jetzt auf dem Laptop mit und wird allenfalls Abends mal angeworfen, um den nächsten Tag vorzubereiten. Interessant ist hier, dass sich auch sämtliche Karten des OpenStreetMap-Projektes für dieses Gerät exportieren lassen – eine sehr lohnenswerte Alternative, wenn das Geld knapp ist! So ganz nebenbei muss natürlich gesagt werden, dass es von Garmin selbst auch einiges an hochwertigem Kartenmaterial gibt, allerdings muss man etwas Geld investieren.

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