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Mongolei – Berlin und der missglückte Versuch, wieder in die Mongolei einzureisen…

Endlich in der Mongolei, muss ich auch schon wieder nach Deutschland reisen. Es gibt etwas zu klären, das ich nicht aufschieben oder von jemand anderem erledigen lassen kann. Also beschließe ich, mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen um 2 Wochen später wieder zurück zu fliegen.

Als ich in Berlin bin, ruft Martin aus der Mongolei an: Das Getriebe gibt erneut den Geist auf, Spätfolgen des letzten Getriebeschadens und dem Einbau bei nicht optimalen Verhältnissen.

Also schlachten Stephan und ich das überholte Ersatzgetriebe, das noch in der Halle in Berlin liegt aus, so dass ich es als Übergepäck mit dem Flieger mitnehmen darf. 38 Kilo im Rucksack sind nicht gerade ein Traum, wenn man dann noch mit S-Bahn, Bahn und Taxi in die Nähe Hamburgs reist, um den Eltern einen dreitägigen Besuch abzustatten.

Am Sonntag haben meine Eltern mich zum Hamburger Flughafen gebracht und nach einigem Erklären dort, was das für ein komisches Ding in meinem Rucksack ist und mehrmaligen Erklären auch bei der Bundepolizei warum ich zwei fette Zahnräder im Handgepäck mitführe, darf ich alles mit ins Flugzeug nehmen – große Erleichterung!

Der Flug verläuft wie geplant, kurze Zwischenlandung in Moskau und endlich weiter in Richtung Ulan Bator, zurück zu Martin und dem Tigerbus!

An der Passkontrolle blättert die Beamtin meinen Pass immer wieder durch und fragt mich, wo das Visum sei. Ich bin völlig überrascht und antworte, dass ich ein “Visa on Arrival” geplant hatte. Also gut: Nebenan ist das Immigration Office. Vor mir sind noch zwei Männer dran, die (wie ich) kein Passbild dabei haben, das scheint aber normal zu sein, die Beamtin hat eine Kamera da, mit der sie das Problem lösen kann.

Dann bin ich an der Reihe… “Wo ist ihre Einladung?” Eine Einladung? Habe ich nicht…
Ein anderer Beamte kommt und meint, dass ich dann wohl zurückfliegen müsse. Ich lache aber das scheint kein Witz zu sein. Fest überzeugt davon, dass das jetzt kein Problem darstellen dürfte – oder wenigstens ein lösbares, rufe ich Martin an, der wiederrum Albert anruft, einen perfekt Englisch sprechenden Tschechen, der ebenso perfekt Mongolisch spricht.
Albert telefoniert mit der Beamtin und nach einigem Hin- und Her, lässt die Beamtin nicht mehr mit sich reden. Eine andere Frau kommt rein und meint, ich solle mich beeilen, mein Flugzeug würde schon auf mich warten.
Ich kann das nicht fassen und telefoniere mit Martin. Der hat in der Zwischenzeit die Telefonnummer des deutschen Konsuls in der Mongolei herausgefunden und ihm die Lage bereits geschildert. Aber auch der kann nichts ausrichten.

Die andere Frau wird ziemlich unfreundlich, erklärt mir, das Flugzeug warte auf mich und habe deshalb nun schon Verspätung. Sie bringt mich zum Flugzeug, zurück nach Moskau… Kurz vorm erreichen des Flugzeugs rufe ich dann noch einmal den Konsul an, der mit einem anderen Uniformträger, der neben dem Flugzeug steht, versucht, alles zu klären.

Tja: Keine Chance! Ich steige also völlig fertig ins Flugzeug – der Flugbegleiter fragt mich nach dem Boarding Pass – habe ich nicht! 10 Minuten später sagt er dann, ich solle mir einen Platz aussuchen, es scheint nun ohne Ticket zu gehen.
Ich schnalle mich an und kurze Zeit darauf startet das Flugzeug. Nach 12 Stunden Vorfreude auf die Mongolei und unsere Weiterreise, sitze ich im Flieger zurück nach Moskau, der mich aus der Mongolei deportiert!
Völlig hilflos und ziemlich fertig, den Tränen mehr als nah, fliege ich also zurück. Ich habe noch nicht einmal Hunger und wer mich kennt, weiß, dass das nicht normal ist!
In Moskau angekommen, versuche ich mir Hilfe von der deutschen Botschaft in Moskau zu holen – Fehlschlag – die können nichts tun.

Wir haben uns gedacht, dass ich nun von Moskau aus einfach nach Ulan Ude in Russland, südlich des Baikalsees, der Mongolei sehr nah, fliegen könnte: Pustekuchen… Wir haben den 30. Juli und mein Russlandvisum ist erst ab dem 1. August gültig. Mehr als 24 Stunden darf ich mich nicht im Transferbereich aufhalten, sonst werde ich deportiert… Heidewitzka!

Alle Ideen und Pläne helfen nichts: Ich muss weiter nach Berlin fliegen und mir dort ein neues Visum für die Mongolei holen. Also buchen Martin und ich einen Flug für mich. Es ist ungefähr 14 Uhr und wir bekommen entweder einen Flug 6 Stunden später für 800 Euro oder 18 Stunden später für knappe 300 Euro. Macht einen “Stundenlohn” von ca. 16 Euro für’s Warten – ich entscheide mich aufgrund unserer finanziellen Minussituation für den günstigeren Flug.

Nun sitze ich auf dem Moskauer Flughafen, auf dem es glücklicherweise WiFi gibt, und warte… Es ist 3:45, also nur noch 4 Stunden. Das Schreiben dieses Textes hat wenigstens etwas dazu beigetragen, die Zeit zu überbrücken. :)

In Berlin werde ich dann zur mongolischen Botschaft fahren und mir ein Expressvisum ausstellen lassen, das ich nach 24 Stunden abholen kann. Zur Sicherheit werde ich dort darum bitten, mir ein Schreiben ausstellen zu lassen, dass ich ein Getriebe transportiere und warum und weshalb – hoffen wir, dass das alles so funktioniert und ich vielleicht “schon” Ende dieser Woche zurück in Ulan Bator sein kann.

Geholfen hat in den letzten Stunden bzw. eher Tagen, dass uns ziemlich viele Menschen ihre Hilfe angeboten haben – Danke dafür! Und Danke auch für die zahlreichen Beileidsbekundungen. ;)
Bitte weiterhin die Daumen gedrückt halten!

Ein paar Bilder…

…aus der Gobi

Mongolei von 0 auf 100 in 2h

Nachdem uns die chinesischen Grenzer für irgendeine affige Fotosession mißbrauchen wollten und wir auf der mongolischen Seite mit etwas Russisch die undurchsichtigen Abläufe klären konnten, waren wir nach kaum 2h Stunden in die Mongolei eingereist!

Heinz wollte gleich im Grenzort übernachten, wir wollten das Gegenteil: Raus, weg vom Asphalt (der sowieso mit dem Grenzzaun aufhört…) und rein in die Mongolei. Sofort sind wir auch von der Hauptpiste abgebogen und 100km querfeldein gefahren… Schön!

Zufällig sind wir gestern in das Ikh Nart Naturreservat (sprich: Ich Nart) gekommen, bei bester Abendsonne! Felsen, Tiere, Täler.. wir alleine ohne Straßen inmitten von Stein und Gras – Gran-di-os!



Jetzt stehen wir bei Choir zwischen Hauptstraße (die letzten 200km vor Ulan Bator sind wirklich Asphalt!!) und Transmongolischer Eisenbahn und aktualisieren die Webseite :)
Fettes Netz mit mongolischer Sim-Karte, ohne Filter und Sperren, doppelt so schnell wie in China… Es gibt mongolischen Saft, chinesische Nudeln und malaysische Sojasoße. Guten Appetit!

Ab morgen sind wir dann in der Hauptstadt, Formalitäten klären und vielleicht das Nadaam-Fest besuchen? Wir sind uns jedenfalls einig: Besser hätte die Mongolei nicht anfangen können :)

China… IMMERNOCH

.. aber nicht mehr lange :)

Die Mongolei erteilt angeblich ein Visum an der Grenze, was wir uns vorher per Mail direkt vom Botschafter auch schon bestätigen lassen hatten. Visum an der Grenze” bedeutet im Normalfall: Hinkommen, Pass hinhalten, Kohle abdrücken, Visum fertig. So geschehen beispielsweise in Thailand oder Laos.

Hier ist das ganz anders: Zufällig gibt es in der Nähe der Grenze ein mongolisches Konsulat, wo man VORMITTAGS seine Pässe abgeben kann, um sie dann nach 24h wiederzubekommen. Die Chinesen sind jetzt stinksauer, weil sie uns nicht zum angepeilten Termin loswerden ;)
Nun ja, wir waren heute früh bei den Mongolen vorsprechen und haben Sarah vorgelassen… sieheda, sie werden sich beeilen und heute nachmittag um 3 können wir die Pässe schon wieder abholen!

China fast vorbei…

China neigt sich dem Ende, und wir sind gar nicht so böse darüber. Knappe 3 Monate sind wirklich genug für einen ersten Eindruck, den wir aber unbedingt gewinnen wollten :)

Die Ausreise kann sich aufgrund irgendwelcher Formalitäten noch hinziehen, aber theoretisch sind wir ab übermorgen in der Mongolei – Juchu!

Unsere neuen Visa für Russland sind schon auf dem Weg nach Ulan Bator, aber wir haben noch ein paar Tage Zeit bis dahin. Wahrscheinlich werden wir erstmal einen Schlenker in die Gobi unternehmen um dann pünktlich in die Hauptstadt zu kommen. Wie gewünscht, sind wir terminlich genau richtig in der Mongolei: Um den 11. Juli ist das berühmte Nadaam-Fest, welches von Pferderennen bis zu Wrestling alles bietet – die ganze Mongolei feiert dieses traditionelle Fest. Wir sind gespannt, auch wenn jetzt schon irgendwie klar ist, dass man für verrückte Pferderennen eigentlich lange und schnelle Brennweiten auf der Kamera braucht – haben wir nicht :)

Höchstwahrscheinlich wird es mit dem Internet erst einmal etwas dünn, aber wir werden sicher ab und zu etwas finden. Erste Kontakte in Russland haben bereits angeklopft, sodass wir uns auch darauf schon sehr freuen…

Grüße aus einer der ehemaligen Hauptstädte Chinas – Datong!

Von Radlaga bis Terrakotta

… Chengdu ist eine dieser Provinzstädten mit lächerlichen 4,5 Millionen Einwohnern, gesperrtem Fußweg vor der amerikanischen Botschaft und zufällig Sitz unserer Reiseagentur. Von letzterem merkt man allerdings wenig, dann sie haben von ihrer eigenen Stadt keine Ahnung.
Ein Vorteil hatte dieser Zwischenstop jedoch: Wir hatten eine feste Adresse in China, zu welcher uns netterweise per Express ein paar Ersatzteile für das Fahrwerk geschickt wurden.

Wir haben uns 4000km mit kaputtem Radlager, kaputten Traggelenken oben und unten sowie einigen Details am Fahrwerk bis nach Chengdu geschleppt, in freudiger Erwartung der Ersatzteile. Einen Großteil hatten wir Dank Thomas Koch sogar dabei, aber eine komplette Vorderachse zerlegt man nicht mal eben an der Straße, wenn keine Presse zum Einsetzen der Ersatzteile in der Nähe ist. Also in Chengdu auf dem Hinterhof eines Eislieferanten den Bus seiner Vorderachse beraubt. Mit einem Bollerwagen voll Vorderachse ging es vorbei an der amerikanischen Botschaft in den dritten Stock eines Parkhauses – zu einer 20t-Presse! Alter Mist raus, neues Zeug rein, und wieder zurückgebollert. Auto fährt wieder völlig anders, ganz sanft und leise – waren die Reifen doch nicht soooo schlecht wie schon fälschlich vermutet. Wir verbringen fast 2 Wochen auf eben diesem Parkplatz und freunden uns mit den Eisfahrern an, werden überall mit Lächeln begrüßt – schön. Heinz ist nach Peking geflogen, wir schlagen uns durch kleine Gassen und erheitern uns mit Essen :)

Da wir mittlerweile in Zentralchina angekommen sind (mal wieder..), sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit grauenhaft, aber wir gewöhnen uns schon dran. Es regnet und es sonnt, nass wird man in beiden Fällen. Wir reisen von Stadt zu Stadt, hatten wirklich ausgesprochen nette Begegnungen mit der Bevölkerung und haben unseren China-Koller überwunden. Vor der Uni in Xi’an kam jemand auf uns zu, weil ihm sein Kollega beiläufig sagte “Du, da draußen steht ein Tigerauto.” Er dachte kurz nach, weil er auf der Webseite seines Freundes gerade erst ein Tigerauto gesehen hatte, und kam zu uns herunter. Stellt sich heraus: Sein Freund hat uns am Mt. Everest fotografiert und das im chinesischen Facebook-Clone (gleiche Struktur, gleiches Farbschema, nur Chinesisch :)) veröffentlicht. Immer wieder beeindruckend, wie sehr sich ein Tigerbus einprägt.

Heinz hat seine Hütte gegen einen Baum gesetzt, das Sandwichmaterial hat sich natürlich sofort zerbröselt… Nachdem sein erste Ärger überwunden war, habe ich ihm den Spaß repariert, nun ist er wieder glücklich. Zu Hause kann er es dann hübscher machen lassen.

Gestern haben wir für läppische 20 EUR Eintritt (p.P.) die Terrakotta-Armee abgehakt… Nun ja. Irgendwie spektakulär, irgendwie auch nicht. Alles was wir bisher an Fotos kannten, hat den Eindruck der Realität übertroffen. Schade.

Jetzt regnet es wieder in Strömen, aber auch das kann schön sein – mit jeder Minute Regen wird es nämlich kühler :)

In 10 Tagen wollen wir in die Mongolei einreisen! Zufällig haben wir noch 4 Deutsche getroffen, welche nach zwei Jahren in Australien jetzt mit dem Auto auf dem Weg nach Hause sind – auch über die Mongolei. Vielleicht sieht man sich ja noch mal wieder?

Ach ja, in Chengdu haben wir außerdem unseren völlig desinteressierten Reiseführer ausgwechselt. Jetzt haben wir für die letzten paar Wochen eine hochmotivierte Chinesin namens Jenny dabei – so alt wie wir übrigens. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir merken, dass wir 2 Monate lang eine ganze Menge verpasst haben, wirklich sehr schade. Wir werden später versuchen etwas Geld zurückzuverlangen, denn bezahlen mussten wir ihn ja trotzdem…

Das Auto schnurrt, niemand ist krank und wir sehen langsam aber sicher einer unreglmentierten Weiterreise entgegen :)

Danke an dieser Stelle an GMB-Stefan, Volkmar und Herrn Gerhold von H&R sowie Thomas für die Ersatzteile – ob nach China geschickt oder vorher zur Verfügung gestellt… Reparatur hat sowohl zeitlich als auch materiell perfekt funktioniert, was bei unserem offiziell abgesegneten Reiseverlauf gar nicht so einfach war :)

Germany! Japan?

Liebe Gemeinde,

es ist wieder Zeit für ein paar Bilder und Worte, nachdem das Murren der geneigten Leserschaft aus Deutschland schon in China vernommen werden konnte :)

Tibet fand seinen Abschluß bekanntlich in einer grandiosen 800km-“Straßen”baustelle, d.h. 800km härteste Piste. Für jeden etwas dabei, von Sand bis Stein. Hatten wir ja schon. Danach ging es mit unglaublichen Geräuschen von der Vorderachse durch die Taklamakhan-Wüste, weiter auf extra angefertigten Provisorien für die unteren Stoßdämpferbuchsen durch Ausläufer der Gobi. Der muslimische Einfluß im Westen Chinas ist eine willkommene Abwechslung im chinesischen Einheitsbrei, eine ganze andere Atmosphäre in den Städten.

Auf dem Weg nach Chengdu – dem Sitz unserer Reiseagentur – ging es noch einmal nahe an die tibetische Grenze und wieder über tausende Höhemeter. Wir erleben unseren ersten China-Koller, welcher ganze zwei Tage gedauert hat. Wir hatten es so satt: Schlürfende und saugende Schlitzaugen überall, Touristen in jeder Ecke unseres Busses, dauernd die Frage nach dem Woher und Wohin, dauernd “Ah, aus Japan!” auf unsere Antwort “Germany!”. Alles einfach schrecklich. Dazu für jeden dreckigen Stein Eintrittsgelder, zugemauerte Serpentinen um für die schöne Aussicht Geld zu verlangen, horrende Maut oben drauf. (ca. 7 Euro/100km)

In einem kleinen tibetischen Tempel bekommen wir für fast nichts durch Zufall eine Privatführung eines Mönches, wir erfahren wie große Teile der Malereien vor der Kulturrevolution bewahrt wurden und sehen mit Erstaunen diverse (strikt verbotene) Bilder des Dalai Lama hier an den Wänden. Unsere Stimmung bessert sich.

Als wir in Chengdu ankommen, lesen wir in der Zeitung, dass die Armee in eben jenen Ort eingerückt ist, angeblich wegen eines Diebstahls. Eine Hundertschaft wegen eines Diebstahls :(

Essen als Freizeitsport

Seit Tibet hat die Zahl der Polizeikontrollen abgenommen, meist werden wir nur noch aus reiner Neugier angehalten. Sofern Sarah fährt, bekommen die Polizisten auch ein furchtbar freundliches Lächeln serviert und dieses wird zumeist sogar erwidert.
Kommunikation ist natürlich nicht möglich, weil außer Chinesisch nichts gesprochen wird. Die Zahl Moslems und nicht-Han-Chinesen hat seit der Taklamakhan stetig abgenommen, aber Lammfleischspieße gibt es Abends immer noch :)

Die Landschaft kann man als durchgehend wüst bezeichnen. Trocken, meist von Baumaschinen und anderem Menschengedöns zermartert, trostlos. Hier und da ein Lichtblick hinsichtlich alter Lehmarchitektur oder bewässerten Gewächsen, aber im Allgemeinen eher langweilig. Wir fahren seit Tagen in 400km-Etappen vom Osten wieder Richtung Westen, seit Tagen nur Wüste und Steppe.
Wir konzentrieren uns jetzt auf die Auswahl von Nahrungsmitteln und überlassen unseren Guide Abends freiwillig unserem Mitreisenden. So erleben wir allerlei lustige Sachen, Essen komisches aber trotzdem schmeckendes Zeug, erfreuen uns zuweilen auch des nächtlichen Dünnpfiffs. Essen wir zu scharf, macht das gleich doppelt Spaß :)

Wo immer wir stehen werden wir neugierig beäugt, meist mit unvorstellbarer Schamlosigkeit, wortlos vor dem Bus stehend, in alle Ritzen glotzend. Manchmal sagt man sich Hallo, meist weniger. Selten trifft man – zumeist junge – Chinesen, die in holperigem Englisch nach dem Woher und Wohin fragen, das ist dann ganz nett. Wir sind jetzt in Dunhuang, einer ehemaligen Oasenstadt an der Seidenstraße. Hier gibt es allerlei zu sehen, und so haben wir auch schon weitere Langnasen getroffen.
Eine andere Reisegruppe wollte 2 Wochen nach uns auf der gleichen Strecke durch Tibet – trotz gültiger Tibet-Permit: Abgelehnt. Die fadenscheinige Begründung: Gemischtnationale Gruppen (wie wir, Deutsche und Schweizer!) sind nicht mehr erlaubt. Die spinnen, die Chinesen… tock, tock, tock. Dass die Gegend touristischen Wert hat, merkt man sofort an den Preisen. Die Mogao-Grotten voll buddhistischer Figuren und Zeichnungen kosten flockige 50 EUR Eintritt, das werden wir uns sparen. Die nahegelegenden Sanddünen an einem See sind umzäunt, sodass auch hier 25 EUR Eintritt fällig werden… das werden wir uns wohl trotzdem geben. Essen kann man jedoch immer noch gut und günstig, sofern man sich nachts mit den Chinesen auf dem “night market” an offenen Kochständen vergnügt – das tun wir gerne :)

In diesem Sinne, Grüße aus dem Land des Turbo-Kommutalismus!

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