bla bla von ТИАГРА

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Germany! Japan?

Liebe Gemeinde,

es ist wieder Zeit für ein paar Bilder und Worte, nachdem das Murren der geneigten Leserschaft aus Deutschland schon in China vernommen werden konnte :)

Tibet fand seinen Abschluß bekanntlich in einer grandiosen 800km-“Straßen”baustelle, d.h. 800km härteste Piste. Für jeden etwas dabei, von Sand bis Stein. Hatten wir ja schon. Danach ging es mit unglaublichen Geräuschen von der Vorderachse durch die Taklamakhan-Wüste, weiter auf extra angefertigten Provisorien für die unteren Stoßdämpferbuchsen durch Ausläufer der Gobi. Der muslimische Einfluß im Westen Chinas ist eine willkommene Abwechslung im chinesischen Einheitsbrei, eine ganze andere Atmosphäre in den Städten.

Auf dem Weg nach Chengdu – dem Sitz unserer Reiseagentur – ging es noch einmal nahe an die tibetische Grenze und wieder über tausende Höhemeter. Wir erleben unseren ersten China-Koller, welcher ganze zwei Tage gedauert hat. Wir hatten es so satt: Schlürfende und saugende Schlitzaugen überall, Touristen in jeder Ecke unseres Busses, dauernd die Frage nach dem Woher und Wohin, dauernd “Ah, aus Japan!” auf unsere Antwort “Germany!”. Alles einfach schrecklich. Dazu für jeden dreckigen Stein Eintrittsgelder, zugemauerte Serpentinen um für die schöne Aussicht Geld zu verlangen, horrende Maut oben drauf. (ca. 7 Euro/100km)

In einem kleinen tibetischen Tempel bekommen wir für fast nichts durch Zufall eine Privatführung eines Mönches, wir erfahren wie große Teile der Malereien vor der Kulturrevolution bewahrt wurden und sehen mit Erstaunen diverse (strikt verbotene) Bilder des Dalai Lama hier an den Wänden. Unsere Stimmung bessert sich.

Als wir in Chengdu ankommen, lesen wir in der Zeitung, dass die Armee in eben jenen Ort eingerückt ist, angeblich wegen eines Diebstahls. Eine Hundertschaft wegen eines Diebstahls :(

Kleines Tibet-Update

Ein kurzes Update, nachdem wir bei Schnee am Rawok-See aufgewacht sind und jetzt in einer kleinen Siedlung namens Tongmai ins Bett gegangen sind. Morgen geht es auf eine angeblich sehr gefährliche Strecke… man sprach von “eng” und “viel Wasser” und so… naja. Letztlich fahren sie das doch mit ihren gammeligen VW Santana und wir sind mit unseren 4×4-Geschossen völlig überausgerüstet, sodass wir erst einmal keine große Angst haben.

Wir werden sehen :)

Tibet!

Hier mal die ersten Eindrücke aus Tibet, beschnitten um Unmengen Technik und Auswirkungen einer generalstabsmäßigen Invasion durch China. Das Land ist wirklich schön, aber die Chinesen haben einen Knall. Man kann es gar nicht beschreiben, aber uns ist völlig klar, dass der Spruch “Free Tibet” bei den Chinesen nicht mal mehr mit Knast geahndet wird, sondern nur noch ein müdes Lächeln hervorruft: Der Zug ist abgefahren.

Warum, das läßt sich auf die Schnelle nicht so beschreiben, aber wenn ich sage, dass uns fast jeden Tag Kolonnen von 70-100 (wir haben gezählt!!) Armee-LKW begegnen und wir die wahrscheinlich letzten 500-1000km asphaltlose Strecken in DIESEM Jahr fahren, dann sagt das eigentlich schon alles. Wir werden spätestens alle 50-100km von einem Posten auf sämtliche Papiere kontrolliert, für manche Strecken bekommen wir sogar Zeitvorgaben verordnet. Es ist zum… Weinen?

Details dazu sicher später… wir müssen ins Bett :)

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