bla bla von ТИАГРА

1.9 TDi Umbau

[work in progress!]

Dokumentation eines 1.9 TDi Umbaus für einen T3 syncro. Es wird ein 90PS-Motor namens ALE verbaut, welcher sozusagen die letzte Evolutionsstufe der 90PS-Diesel mit dem altbewährten 827er Block darstellt.

Einführung

Die originalen Dieselmotoren im T3 sind für einen Syncro mit größeren Rädern und beispielsweise etwas Urlaubsbeladung einfach völlig unterdimensioniert. Durch den geringen Hubraum ist zwar eine relativ gute Drehfreude gegeben, aber was nützt einem das, wenn man mit dem A*sch im Sand hängt? Auf der Autobahn ist man mit der Schrankwand ohnehin bei jedem Hügel unter 90km/h, weshalb etwas mehr Drehmoment nicht schlecht wäre.

Da wir uns mittlerweile auch im Feinstaubplaketten-Gebiet befinden, bleiben da im Prinzip nur 2 Varianten (Ja, auch ein Ford ZETEC oder ein Subaru paßt in den Bus), sofern man beim Diesel bleiben will: 90PS TDi mit Wastegatelader oder 110PS TDi mit VTG-Lader. Über das Für und Wider entbrennen gerne heftige Diskussionen, weshalb hier nur die Argumente für die 90PS-Variante dargelegt werden sollen. Hauptargument sind die Getriebe. Mit knapp über 200NM ist man beim 90PSer schon absolut an der Grenze der Getriebehaltbarkeit. Leider merkt man beim Fahren auf der Autobahn mit Tempomat ja einfach nicht, wenn der Motor die Newtonmeter ins Getriebe schiebt – der Bus fährt eben. Sicherlich kann man mit Hirn und Verstand einiges ausrichten, sodass leichte Busse ohne viel Gelände auch problemlos mit einem 110PS TDi bewegt werden können, ohne täglich das Getriebe aufzumachen. Zugegebenermaßen muss man aus eigener Erfahrung sagen, dass – wenn es denn geht – der Bus auch gerne mal etwas flotter bewegt wird, also der Spaß und die Fahrfreude dem Menschenverstand ein Schnippchen schlagen… Im Gelände oder mit schwerer Beladung – wie es bei (Fern-)Reisebussen häufig der Fall ist, macht sich die 90PS-Variante da gar nicht schlecht. Da wir auf solche Belastungen nicht verzichten können/wollen, können wir auch mit dem Zweimassenschwungrad der 110PS-Variante wenig anfangen, weil dieses empfindlich für Dreck und Hitze ist – beides ist im Gelände völlig normal. Hier  wollen wir lieber das starre Einmassenschwungrad behalten, weshalb wir wiederum bei 90PS richtig sind.

Letztes Problem ist die Feinstaubplakette: Für beide 110PS-Varianten, namentlich AFN und AVG (letzterer zumeinst schon mit 80-pol. Steuergerät) gibt es die Möglichkeit einen Partikelfilter nachzurüsten. Bei 90PS sieht es derzeit noch etwas schlechter aus: Die Motoren 1Z und sein Nachfolger AHU (technisch unverändert, aber da waren eben die Zahlen alle…) können derzeit noch nicht mit einem Partikelfilter zur grünen Feinstaubplakette aufgerüstet werden. Lediglich VWs letzter Anlauf (ca. 97/98) kurz vor der Einführung der neuen Motorblöcke bekam zwangweise einige technische Änderungen zum Erreichen der D3-Norm mit und ist heute problemlos mit einem Partikelfilter im T3 nachrüstbar. Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 2500kg kommen damit in jede Umweltzone. Der Kennbuchstabe dieses letzten 827er 90PS TDi lautet ALE. Leider ist er eben nicht so häufig wie seine Vorgänger verbaut worden und entsprechend etwas teurer. Es gab ihn vorrangig im Golf 3 und einer davon spielt die Hauptrolle bei diesem Umbau. :)


Liste der verwendeten Teile

Die Teileliste sollte letztendlich einen ziemlich vollständigen Überblick über den Aufwand bei einem solchen Umbau geben. Es soll nicht die billigste Sparvariante sein, sondern die technisch sinnvollste und dauerhaft haltbarste Lösung umgesetzt werden, weshalb man hier keine Wäschetrocknerschläuche oder gebrauchte “Die ist doch noch gut”-Ölpumpen finden wird. Wie weit man diesem Konzept folgen will, muß jeder für sich selbst entscheiden. Der letzte nach diesem Rezept entstandene Umbau hat seit 60000km in einem Syncro (sowohl Alltags- als auch Fernreisebetrieb abseits der Zivilisation) ohne jegliche Reparaturen oder Ausfälle überstanden. Wer jede Woche wieder an den Motor möchte, mag diverse Sachen für weit weniger Geld und Aufwand hinbekommen. :) Ehrlicherweise sei an dieser Stelle vermerkt: Die starre Ölleitung zum Turbolader ist auf ihrem langen Weg um den Block mit Schellen befestigt. Eine davon hat der glorreiche Umbauer (ich!) in der Hitze des Gefechts schlichtweg vergessen, sodass die nach 10tkm abgerüttelte Leitung gewechselt werden mußte. Mit der passenden Schelle ist aber nun Ruhe – bis auf die ‘lästigen’ Ölwechsel.

Motor-/anbauteile

  • Ansaugbrücke 1Z Audi 80 bzw. AAZ (Version mit AGR!)
  • Getriebeingangswelle TDi
  • Motorlager
  • Ölpumpe JX neu

Ladeluftkühler/Ansaugung

  • 1x 90° Silikonbogen ID 51mm, schwarz
  • 2x 45° Silikonbogen ID 51mm, schwarz
  • 1x 90° Silikonreduzierbogen 45>51mm, schwarz
  • 1x 90° Silikonreduzierbogen 51>70mm, schwarz
  • 1x 45° Silikonbogen ID 70mm, schwarz
  • 1x 90° Silikonbogen ID 70mm, schwarz

Elektrik

  • 1x Gaspedal Golf 4 (1J1 721 503H)
  • 1x Steckergehäuse Gaspedal Golf4 (3B0 972 706)

Umbau Me, too. Don’t ask me how – it was almost the first thing I managed to do after taking it out of the box :)


Das Ergebnis Me, too. Don’t ask me how – it was almost the first thing I managed to do after taking it out of the box :)


4 Comments

  1. robert robert
    May 25, 2013    

    nach welcher kabelbelegung hast du das golf 4 gaspedal angeschlossen? brauche mal die genaue pinbelegung!

  2. May 25, 2013    

    Google haste nich? :P

    Anschlußstecker Golf3 Gaspoti Golf4
    6———————————6
    4———————————5
    5———————————1
    2———————————2
    3———————————3
    1———————————4

    .martin

  3. October 28, 2013    

    Hi!
    Danke für den Artikel! Wie war das bei Dir mit Eintragung und grüner Plakette, das gibt doch bei vielen Probleme.. Bei Dir alles reibungslos? Oder brauchtest Du Gutachten?
    Ich fahre nen JX 1,6 TD mit langem 4-Gang und möchte den JX bei Zeiten ersetzen..
    Gruß,
    Nils

  4. November 12, 2013    

    beautiful work!

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